Die Komponenten
Das alte K7S5A war zu seiner Zeit ein echtes Billig-Mainboad. Das kostete damals 29.-€ neu. Erstaunlicherweise werden selbst die gebrauchten kaum wesentlich billiger angeboten. Signifikant ist der goldene Kühlkörper mit der Elietegroup Aufschrift. Mit etwas Glück kann man es für 15.-€ erstehen. Für Sparfüchse: Es hat AC97 Sound on Board, also könnte man sich eine Soundkarte sparen.
Trotz des geringen Preises erhielt man ein erstaunlich stabil laufendes Motherboard. Dieses hier ist auch so ein alter "Trecker".
Der hierauf befindliche AMD Duron 850 und dessen brüllender Lüfter werden aber hier noch heruntergenommen und durch einen AMD Athlon XP 1700+ ersetzt mit einem schönen leisen Zalman Kühler. Außerdem dürfen die Komponenten ruhig hübsch aussehen, das ganze soll ja schließlich auch Spaß machen.
Das hier ist "sie". Die legendäre 3dfx VooDoo5 5500 AGP, hier noch ohne Lüfter, denn jene originalen sind defekt, laut, ungeregelt und einfach verbraucht gewesen. "Ihretwegen" machen wir uns diesen ganzen Aufwand. Vorerst habe ich die gesamte Karte mit Kontakt WL Spray gereinigt, denn sie soll gar hübsch sein, wenn die neuen Lüfter da sind und sie in den Rechner eingebaut wird. Beachtliches Teil mit etwa 26cm Baulänge. Und es war ein besonderes Geräusch das diese Karte während des Betriebes von sich gab. Die beiden AAVID 5V HighSpeed Lüfter liefen nicht immer synchron. Dadurch ergab sich ein cooler Sound der eine Klangschwebung annahm und an ein zweimotoriges Flugeug erinnerte. Aber heute möchten wir einen leisen Rechner zusammenbasteln. Wer so eine Grafikkarte nicht hat, schaue bei eBay nach. Diese Grafikkarten werden immer wieder angeboten, aber zu beachtlichen Preisen. Zwischen 30.- und 100.-€ können die schonmal liegen. Das ist viel wenn man bedenkt, das diese Karten von 2000 sind.
Und für den harmonischen Klang sorgt diese in die Tage gekommene Soundkarte. Für diese alte Soundblaster Live PCI gab und gibt es brauchbare Treiber für Windows 98. Allerdings nicht mehr bei Creative Labs, die haben den Support für diese Soundkarte bereits eingestellt. Man findet aber die Treiber noch in Archiven im Internet. Darum findet sie in diesem Rechner ihren Platz. Außerdem hat sie vier Ausgangskanäle, denn wir wollen ja Raumklang haben, das konnten die Spiele damals nämlich auch schon. EAX und wie das nicht alles hieß...
Der AC97 Audio des Mainboards hat leider nur 2 Kanäle, kommt folglich nicht in Frage.
Netzwerk muss schon sein. Darum hier, einfach und billig. Diese Netzwerkkarte aus einem Restpostenmarkt für sage- und schreibe 1,99 €.
Und leise soll der Rechner sein, das Testmodell brachte satte 54dB auf die Uhr. Wahnsinn, was für ein Lärm. Darum werden als erstes Dämm-Matten eingeklebt. Gute Erfahrungen habe ich bisher mit denen von BeQuiet gemacht.
Erstes testsystem
Ein altes ASUS P5A mit 350Mhz AMD K7 CPU. Sowas ist immer gut um mal was zu prüfen. Hat einen AGP Port, einige PCI und sogar noch zwei ISA Ports. Klasse. Sowas gibt man nicht weg.
Das Schallmessgerät zeigt 56dB/A, alleine von der Grafikkarte abgegeben. Der Lüfter für die CPU ist kurz gestoppt und das Netzteil ist nicht hörbar. Diese Lüfter der Grafikkarte sind sowas von breit, die müssen einfach runter. Darum oben das Foto der Karte, ohne Lüfter.
...zweiter Test
Zwei SilenX ixtrema Pro 40 Quietfans sind auf die Original Kühlkörper aufgepflanzt. Es sind nun nur noch 47dB/A. Erstaunlich, nicht wahr ? -6dB = es halbiert sich der Schalldruck.
Von der Wahrnehmung her ist der Unterschied von: "Nerviges Rasseln und Heulen, zu sanftem Rauschen und leisem Summen."
Auf beiden Fotos sieht es so aus, als würden die Lüfter stehen, aber das täuscht. Diese Bilder sind mit Blitz gemacht und sehr kurz belichtet.
Und hinein mit der Netzwerkkarte. Das ist einfach und kann jeder. Unten auf dem Boden des Rechnergehäuses ist noch das blanke Blech zu sehen.
Jetzt wird noch die Soundkarte eingesetzt. Hier hingegen kann man das zwischenzeitlich eingesetzte Dämm-Material sehen.
Soweit sind die Computerkomponenten eingebaut. Der Rechner ist nun Betriebsfähig und das Betriebssystem kann installiert werden. Das Diskettenlaufwerk ist aus einem besonderen Grund eingebaut. Die Grafikkarte hat ein Bios, und selbiges möchte ich natirlich auf dem neuesten Stand haben, sofern man das so überhaupt nennen kann. Um das Bios der Grafikkarte zu flashen benötigt man das entsprechende Flash-Tool und das Flash ROM. Das Tool ist ein Kommandozeilenprogramm auf MS-DOS Kommendozeilen-Ebene.
HIER gibt es das Bios und auch das Flash-Tool.
Es ist dort nicht so deutlich erklärt wie man das macht, darum ...
Hier lesen.
Feststellen welches Bios die Grafikkarte hat. Hat die V5 5500 das V1.18 drauf ist es die letzte offizielle Version von 3dfx interactive. Beim Rechnerstart kann man das sehen.
Man nehme eine 3,5 Zoll Diskette und formatiere sie aud 1,44MB und setze den Haken bei Systemdateien übertragen und dann auf Start. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, dann bitte das Flash-Tool mit den zusätlichen Dateien aus dem Archiv auf die Diskette kopieren. Dann bitte das gewünschte Bios-ROM auf die Diskette kopieren.
Nun den Rechner, in dem die Grafikkarte eingebaut ist starten und diese Diskette booten. Bitte aufpassen, wenn man hier Mist baut kann es die Grafikkarte richtig auskicken und man hat es schwer die wieder zum Laufen zu bringen. Danach folgendes eintippen: flash /? (Leerzeichen zwischen Flash und /). Der Rest sollte selbsterklärend sein. Dort wird dann angegeben wie der korrekte Syntax ist. Ich habe eingegeben: flash filename.ROM. Fertig.








