Das Spiel Pong
Eigentlich ist dieses Projekt... Ohne Worte.

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Der AY-3-8500
Das Herzstück dieses Projektes ist dieser IC. "Pong in a chip".
2MHz Oszillator, Freischwingend.
Als erstes habe ich den Oszilator aufgebaut. Er soll laut Datenblatt des AY-3-8500 mit 2,01 Mhz schwingen. Am Emitter wird das Taktsignal direkt abgenommen. Hier der Schaltplan
des Oszillators. Er funktioniert sehr sicher und zum groben Abgleich habe ich einen Kurzwellenempfänger hergenommen. Der Oszillator schwingt sehr sicher an und sendet wie verrückt, weswegen ich ihn mit feinem Blech umgeben habe, um seine Abstrahlung etwas zu bändigen. Empfehlenswert ist eine alte Dose mit den Danish Butter Cookies. Die Kekse sind lecker und das Blech lässt sich vorzüglich löten. Als Spulenkern eignet sich alles mögliche, aber man sollte einen einfachen Spulenkörper benutzen damit man mit einem Ferritkern den Oszillator abstimmen kann. Einfacher feiner Kupferlackdraht mit etwa 200 Windungen sollte genügen. Ich habe nicht mehr mitgezählt, einfach drauflos gerödelt. Also bei etwa 80 Windungen schwingt das Ding bei 5 MHz, was natürlich voll daneben ist. Wie gesagt, einfach etwas experimentieren und schauen was passiert, ... das macht Spaß und funktioniert. Aber bitte den Oszi, auch von unten, in Blech packen, damit Funkamateure die gerne das 160m Band benutzen ungestört bleiben, obwohl das noch etwas niedriger ist. (1,81 bis 1,95 MHz). Man kann natürlich auch einen Quarzoszillator kaufen, aber das kann ja jeder. Wir wollen ja basteln. Es sei aber gesagt, das die Frequenz des Oszillators sehr unkritisch ist. Zumindest ist ein Quarz wirklich nicht nötig. Irgendwie um 2MHz, das passt schon.
Der Testaufbau. Es ist nicht sehr viel und in ein bis zwei Stunden aufgbaut. Damit der geneigte Leser weiß was der AY-3-8500 von ihm will, habe ich einmal das Pin Assignment aufgezeichnet. Die äußere Beschaltung ist sehr unkritisch und die Betriebsspannung habe ich auf 6,4 Volt eingestellt. Um die Funktionen zu aktivieren muß man die entsprechenden Pins des Schaltkreises auf Masse schalten. Ich habe mich für einen Drehschalter entschieden um die Spiele auszuwählen, und für Kellerfund-Wippschalter um die Funktionen wie Paddlegröße, Geschwindigkeit und Winkel umzuschalten. Aber das sieht man auf dem nächsten Bild.
Verdrahtet sieht das ganze ziemlich kompliziert aus, aber es ist halt so weil sehr viele Bedienungsmöglichkeiten bestehen. Und die beiden Paddles für die Spieler sind auch noch anzuschließen. Hier empfehlen sich 500kΩ lineare Potis.
Links die drei Schaltwippen, dann der Reset-Taster gefolgt von den beiden DIN-Buchsen für die Paddles. Dann kommt der Drehschalter zur Spieleauswahl und vier LED´s sowie ein Poti zur Einstellung der Lautstärke. Die Audiosignale an den Fernseher zu leiten halte ich für überflüssig, denn man kann einen Billig-Lautsprecher ganz einfach über einen sehr simpelen Emitterfolger am Audio Ausgang dea IC anschließen. Hier habe ich den kleinen Papptöner einfach innen an die Gehäuserückwand geklebt.
Jetzt fehlt nur noch die Frontplatte anzufertigen, aber die ist schon in Arbeit. Die Schaltung funktioniert und es macht voll Spaß. Als Kind wollte ich sowas immer haben, aber ... naja wir wissen ja wie das war und was unsere Eltern davon hielten.
Weitere Bilder folgen. to be continued ...
So sieht es von Vorne aus.
Für die Paddles bitte unbedingt abgeschirmte Kabel benutzen. Ausserdem ist es absolut wichtig hochwertige Potis zu benutzen und deren Schleifkontakte mit 10nF Kondensatoren gegen Masse abzublocken. Der AY-3-8500 ist hochsensibel an seinen Eingängen und die Paddles zucken und springen sonst. Sowieso sollte man diesen AY behandeln wie ein rohes Ei. Dieser Schaltkreis ist eine echte Rarität und wird nicht mehr hergestellt. Ich weiß nicht wie empfindlich er ist wenn man ihn berührt aber die IC´s aus den 70er Jahren konnte man schon mit wenig statischer Elektrizität zerstören, und das wäre bei solchen Schätzchen wirklich ein Jammer.
Ein Blick von Innen an die Frontplatte.
Schöne Ansicht direkt in das Gerät. Die Verkabelung ist fertig und alles ist bereit zum Zusammenbau.
Die kleine Konsole an ihrem Platz.
Nahaufnahme der Frontplatte die man bei Schaeffer AGnach eigenen Massgaben und Designwünschen anfertigen lassen kann.
Bekommt da der eine oder andere nicht doch wieder Lust mal das Paddle in die Hand zu nehmen? In Erinnerungen vertieft den kleinen eckigen Ball hin und her zu spielen? Also ich finde es klasse und das Ding funktioniert richtig gut. Wer macht mit ...? Ganz bestimmt war das Unterfangen teuerer als eine Gebrauchte auf dem Flohmarkt zu kaufen oder bei eBay zu ersteigern. Alleine um des Selbstbauens und Bastelns willen habe ich das gemacht, und hoffe eine Anregung gegeben zu haben, an alle Diejenigen die wie ich glauben, das es alles gar nicht so schwööör ist, wenn man kein Inschinjööör ist .
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Weitere Informationen
Hier habe ich einen Schaltplan, der im Internet kursiert, aber dessen Urheber ich nicht kenne, denn es ist nichts darauf vermerkt. Diese Schaltung ist recht kompliziert und ich habe sie nur als Anhaltspunkt benutzt. Wer natürlich richtig einsteigen möchte der kann es auch nachbauen. Besonders interessant ist der HF-Modulator, mit dem man das Spiel auch am Antenneneingang des Fernsehers anschließen kann. Komischerweise ist, wenn man diese Schaltung exakt nachbaut, der linke Paddle schwarz. Keine Ahnung was das soll, darum empfiehlt es sich das Videosignal des linken Paddles dem des Rechten anzupassen, was ich auch getan habe. Schwarzer Paddle auf dunkelgrauem Hintergrund ist ungeschickt, aber legt fest wer hier gewinnt...
Schematic Pong
Was auch sehr interessant ist, ist das Pic-Pong von Rickard Gunee. Hier ist ein PIC 16F84 im Einsatz, einfacher geht es nicht mehr. Rickard stellt auf seiner Seite auch die Software zur Verfügung. Hier der Link zu Rickard Gunee.











