Abgleichen des Empfängers
Erklärung
Genau wie der Sender muss auch der Empfänger auf die größere Bandbreite eingestellt werden. Da aber die Amerikanische Grundkonstruktion dieses Gerätes ohnehin auch 40K ausgelegt ist, macht der Empfänger das Problemlos mit. Er muss einfach nur in seinem Durchlassbereich etwas verschoben und breiter abgeglichen werden. Bauteile brauchen nicht gewechselt werden.
Die notwendigen Modifikationen
Keine.
Die Messpunkte
Das folgende Bild zeigt die Einspeise- und Messpunkte.
Generatorsignal bei den beiden Dioden [D101] und [D102] anlegen.
Mess Signal am Kopfpunkt von [T102] abnehmen. Die Basis des Transistors [Q102] muss abgelötet werden.
Rechts wird das Signal des Tracking Generators eingespeist. Links wird das Signal abgenommen. Deutlich zu sehen, das TX Modul ist entfernt. Das ist ohne Probleme möglich. Damit ist der Abgleich des Empfängers erheblich einfacher.
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Einstellpunkte
Zuerst mit [T102] die Bandmitte justieren und danach mit [T101] auf Maximum abgleichen.
Nun nach Gehör
Basis des Transistors wieder anlöten, Antenne anklemmen und Gerät auf AM schalten. Lautstärke so einstellen, das wir das Rauchen schön deutlich hören können.
Nun werden wir feststellen, das der Lautstärkeunterschied des Rauschens zwischen Kanal 41 und 40 differiert. Differiert er nur marginal, dann ist alles so in Ordnung und der Empfänger ist ok.
Sollte aber auf K41 das Rauschen lauter sein und auch das S-Meter z.B. bei S5 stehen, dann sorgt die Impedanz des Transistors für eine erneute Schräglage der Durchlasskurve. Jetzt brauchen wir aber keinen Spectrum Analyzer mehr, weil die Voreinstellung mit dessen Hilfe bereits durchgeführt wurde.
Jetzt mit [T102] das Rauschen zwischen Kanal 40 und 41 so vermitteln das es gleich laut ist.
Das mag nun etwas nach "Bastelei" und etwas unprofessionell klingen, aber das ist durchaus in Ordnung. Der Empfänger produziert beachtliches Eigenrauschen. Stellt man ihn zu spitz ein, wie mit dem Spectrum Analyzer, wird er nicht besser - er rauscht nur mehr. Die Signale werden nicht stärker und selektiver wird er auch nicht.
So sollte das etwa aussehen
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Fazit
Der Empfänger der Mader hat eine hohe Verstärkung, ist aber nicht sehr selektiv. Dadurch neigt er eher zum Verrauschen schwacher Signale als z.B. der Empfänger der Grundig CBH2000. Durch seine einfache Konstruktion kann man nicht sehr viel ändern, es sei denn man will tiefer in den Umbau einsteigen.
Rauscht's zu heftig?
Der Empfänger ist auf seine Art hochvertärkend. Das ist nicht unbedingt von Vorteil, weil er dadurch nicht selektiver wird und nur mehr rauscht. Hier ist es angebracht die Verstärkung angemessen zu reduzieren. Der Widerstand [R208] 470KΩ kann auf ca. 270KΩ verringert werden. Dadurch ist der Empfänger nicht mehr ganz so nervös und nicht mehr so "rauschig".
FM
Es kommt vor, das die NF Auflösung bei FM etwas oder sogar stark angekratzt ist. Wie man den Demodulator auch einstellt, es klingt immer etwas "daneben" und man ist geneigt mit dem Delta Tune zu trimmen. In meinem Falle lag es an den beiden 455KHz Filtern [F201] und [F202], die einfach überaltert waren und nicht mehr stimmten.
Tip von Lutz und Klaus
Eratz für die beiden liefert ein Filter CFW455HT. Das Ding ist zwar recht teuer, aber die Mader demoduliert FM nun perfekt und sauber. Es lohnt sich also. Den anderen Filter einfach auslöten und überbrücken.

