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Projekt: Nixie Uhr, Der Baubeginn

Liebe Nixie Freunde, liebe Leser. Ich versuche es alles so wiederzugeben wie der Aufbau der Uhr vonstatten ging, um die Möglichkeit des Nachbaus so gut es nur geht zu eröffnen. Mittlerweile bin ich nicht der Einzige der eine solche Uhr gebaut hat, und auch diese ist, außer für mich, nichts besonderes - nur eine von vielen, aber das ist mir egal denn mir muß sie gefallen. Dem Gestaltungsspielraum sei einem Jeden freien Lauf gewährt. So eine Uhr wird zu einem komplexen Gebilde aber man kann auch vieles wesentlich einfacher ausführen als ich es mir hier gemacht habe.

 

 

Stromversorgung ist das von mir an anderer Stelle meiner Homepage detailliert beschriebene Anodennetzteil.
Die Zeitbasis ist die vom mir ebenfalls schon dokumentierte
DS32KHZ Version.

 

Eine Nixie Röhre ist eigentlich eine Neon-Lampe.


Darum hat sie ein sehr hartes Einschaltverhalten ohne merkliche Trägkeit im Vergleich zu einer Glühlampe. Darum wollte ich das Umschalten der Ziffern der Sekunden sanft gestalten. Da ich mich entschieden hatte diese Uhr nicht Prozessorgesteuert aufzubauen musste eine Schaltung her, die das sanfte Überblenden der Ziffern analog steuert. Hier eignet sich eine, über einen Integrator geregelte, PWM (PulsWeitenModulation). Das Bedeutet aber für die Sekunden 16 einzelne PWM Schaltungen.

 

Eigentlich bastele ich nicht gerne mit SMD Bauteilen, aber hier drängte es sich auf.
Links die erste Testschaltung, in der Mitte der erste Versuch und das Endprodukt dann ganz rechts.

 

SMD Arbeit

 

Nun, hier sieht man was SMD bedeutet. Spitze Pinzette, Zunge zwischen die Lippen gepresst und feinstes Lötzinn.

 

Sechzehn dieser Module zu bauen bedurfte des ganzen Nachmittages und das ohne Kaffee, denn den kann man bei solch einer Arbeit wahrlich nicht gebrauchen.

 

Die fertigen Module an ihren Positionen.
Den Schaltplan für diese kleinen Module gibt es natürlich auch. Hier ist er.
Eigentlich ist es dann recht einfach. Das TTL Signal aus den Zählern wird halt nicht direkt auf die Transistoren gegeben, sondern es werden diese Fading Module schlicht und ergreifend dazwischen geschaltet. Wenn das TTL Signal aus dem Zähler auf high springt wird es integriert und das steuert den OP an einem Eingang langsam auf. Dadurch fährt eine DC in ein Ramp-Signal des internen zweiten OPs. Das ergibt am Ausgang des OP eine PWM die sich im Tastverhältnis langsam (in der gewünschten Zeit) von 0% auf 100% kontinuierlich verändert. Diese PWM wird auf die Basis der Ansteuertransistoren MPSA42 gegeben was ein sanftes Einblenden der Ziffern bewirkt . Umgekehrt ist es dann genau so, wenn der Zähler weiterschaltet und der TTL Pegel auf low springt. Die Ziffer wird langsam ausgeblendet während die nächste Ziffer langsam einblendet.
Das sieht echt grandios aus. Ich hätte es selber nicht erwartet, das das so viel her macht.

 

Grandios ...

 

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