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Projekt: Nixie Uhr, Der Dimmer

Lichtempfindlicher Dimmer

Die Nixies und auch die Tagesanzeige haben eine gewisse Helligkeit. Je nach Strom, mehr oder weniger. Aber das ganze lässt sich nicht beliebig nach unten verändern ohne das die Röhren irgendwelche Ausfallerscheinungen zeigen. Die Nixies benötigen eine Zündspannung von etwa 170V und wenn man sie von vorne herein nur mit 110V befeuert, weil sie einem mit 170V zu hell sind, zünden sie nur widerwillig und haben auch keine schönen klaren Zahlen. Sie wirken unscharf, fleckig oder erscheinen nur zur Hälfte. PWM (Puls Weiten Modulation) ist hier das Stichwort. Wir modulieren die 170V und verändern das Tastverhältnis. Das funktioniert ganz hervorragend.

 

Erste Testschaltung des Dimmers. Was soll der Dimmer eigentlich machen? Nun, es wäre schön wenn die Umgebung dunkeler wird, das die Anzeigeröhren auch im richtigen Verhältnis proportional dunkeler werden. Aber sie sollen bei absoluter Dunkelheit immer noch ablesbar sein und schön aussehen. Also muß nach unten eine Grenze (threshold) gegeben sein. Mit der PWM ist das alles machbar. Die Impulse haben immer volle Betriebsspannung, also 170V. Die Nixies zünden als ganz sicher, werden aber wieder ausgeschaltet. Die Dauer der Einschaltzeit im Verhältnis zur Ausschaltzeit beeinflusst die Leuchtkraft der Nixies. Der zeitliche Verlauf soll nun abhängig der Umgebungshelligkeit sein.

 

 

Rechts ist schon der LDR am langen Kabel zu erkennen. Dieser LDR arbeitet in einem Spannungsteiler der den Eingang eines OPs moduliert. Je heller es ist desto höher der Strom durch den LDR. Die Spannung am Eingang des OP steigt an und wird in ein Rampsignal gefahren. Schonmal gehört? Bestimmt, denn die Fading Schaltung arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip. Darum benutze ich hier auch den gleichen OP Typ LM393

 

Der fertige Dimmer.

 

Die Photozelle. Typ: A 1060-12

 

Noch einige Worte zu der Schaltung. Sobald gedimmt wird, sind es immerhin 170V die mit 800Hz in eine Rechteckspannung gewandelt werden. Diese Hochspannungsrechtecke erzeugen durch ihre Frequenz und extremen Oberwellen beachtlich breitbandige Störemissionen. Diese kann man aber recht gut begrenzen wenn man an jeder Nixie Röhre, oder nennen wir es einfach Verbraucher, einen 100pF 500V Keramikkondensator gegen Masse einbaut. Ohne diese Kondensatoren ist, aufgrund der räumlichen Nähe der hochspannungsführenden Teile zum Logikteil, die Uhr nicht mehr betriebssicher. Ein zweiter paralleler Siebkondensator am Anodennetzteil kann auch ganz hilfreich sein, je nach Auslegung des Netzteiles.
Außerdem wird recht häufig gerne der Transistor MPSA92 als Anodentreiber benutzt. Das geht natürlich auch aber nicht für alle Verbraucher zusammen. Der MPSA92 kann im C-Betrieb eine Leistung von 1,5W max. umsetzen. Bei dem hier gemessenen Gesamtstrom haben wir aber eine Leistung von 4,2 Watt Umzusetzen. Es lässt also erkennen das der MPSA92 überfordert wird. Darum ist der MJE350 als Treiber bestens geeignet. Der kann nämlich 20W umsetzen.

Ein freundlicher Leser brachte eine kleine, aber wirksame Idee mit ein, die ich bereits im aktualisierten Schaltplan habe einfließen lassen.
Mit dem Schalter S1 kann man die Nixies abschalten.
Vielen Dank an Christian B.

 

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