CBH2000

Der Umbau – Vorbereitung und Durchführung

Was alles in diesem alten Gerät steckt hat uns schon erstaunt. Alleine die Tatsache das Grundig damals ein Synonym für Qualität und Präzision war, animierte uns zu diesem Projekt. 
Solltest Du hin und wieder über Begriffe wie: Anti-Wimmer, Anti-Dröhn oder Anti-Kreisch stolpern, dann liegt es daran, dass wir die Dinge auch mit einer Portion Humor angehen. Es ist aber alles erklärt und schlüssig. Die gesammelten Erfahrungen haben die Erkenntnis erbracht, das jedes Gerät ein Unikat in Einstellung und Abgleich ist. Dazu hat Lutz noch mehr Details verfasst, die hier nachzulesen sind.

Hallo Funkerfreunde - ein Beitrag von Lutz, DL4OBG

Mittlerweile hatten wir so einige CB-Geräte aus dem Hause Grundig auf dem Tische und es zeigt sich, keines ist exakt wie das Andere. Jedes hat so seine „Mäckchen“!
Einige lassen sich recht gut auf 80 Kanäle einstellen, andere wieder nicht. An diesen aufkommenden Unterschieden arbeiten auch wir!

Ein Effekt, der hin und wieder vorkommen kann, ist, daß das Gerät empfangsseitig nicht auf allen Kanälen auf gute Empfindlichkeit getrimmt werden kann. Das liegt einfach an Serienstreuungen, die innerhalb des Empfangszweiges um die Filter F1, F2 und F3 zu finden sind. Das selektivste hierbei ist das F2 und manchmal ist es nicht breit genug, um an den Bandgrenzen noch vergleichbare Empfindlichkeit zu erzielen.
Ein paar Abstriche wird man immer machen müssen, denn der Aufwand, den gesamten Empfängereingang mit Kapazitätsdioden nachzuziehen, wäre zu groß.

Ein Faktor dieser Abstimmschwierigkeiten ist dabei, daß F2 sehr lose oder „spitz“ an F3 über nur 1 Picofarad angekoppelt ist. Das ist auf 11 Meter Wellenlänge solange gut, wo es sich um einen schmalen Bereich geht, für das das Gerät ja konzipiert wurde. Sollte also ein Gerät sich weigern, auf den obersten und untersten Kanälen vergleichbar empfindlich zu sein, so kann man stufenweise diesen Koppelkondensator C8 von 1pF erhöhen bis auf ca. 3,9pF.

Beim Abgleich des Empfängers ist natürlich ein Wobbelmeßplatz am besten geeignet, aber den haben sicher die wenigsten Funkbegeisterten unter uns. Man kann sich aber dank der hohen Empfindlichkeit des Empfängers behelfen, daß man den Filterzweig nach RX-Rauschen abgleicht (S-Meter-Ausschlag und Audiomäßig). Hierbei muß man alle Kombinationen der Filter ausprobieren, und zwar wie folgt:

• Fx Bandmitte
• Fy Bandanfang (ca. Kanal 50)
• Fz Bandende (ca. Kanal 30)

Als x, y und z sind dann jeweils 1, 2 oder 3 einzusetzen. Eine generelle Regel (F1 =K50, F2 =K1, F3 =K30) kann man aber nicht aufstellen, da sich jedes Gerät etwas unterschiedlich verhält. Hier muss man einfach probieren! Ich muss auch jedesmal probieren, welche Kombination am Wobbelmeßplatz eine gute Durchlaßkurve ergibt. Aber keine Bange! Der Empfängerzweig hat eine sehr hohe Empfindlichkeit und die geringen Verluste durch Verbreiterung der Durchlaßkurve bedeuten nicht, daß man weniger hört, außer man wohnt fernab jeder Zivilisation mit quasi null Grundrauschen. Die gute alte Grundig-Reihe schlägt heute noch in der Regel sehr viele andere Empfängerkonzepte. Oft kann man sogar beobachten, daß man kräftige Stationen aus der Umgebung schon hört, wenn man ein kurzes Antennen-Verbindungskabel lediglich in die Grundig-Geräte anschließt und das andere Ende offen liegen läßt.

Soweit erstmal meine Ausführungen zum Empfänger.
Viel Erfolg und Freude an der Sache wünscht Euer Lutz.
DL4OBG

Wenden wir uns dem Projekt zu.