Mader 1-625 – 80 Kanal Umbau


Einleitung

Das angestrebte Ziel ist, das Gerät äußerlich im Originalzustand zu belassen. Es sollen keine zusätzlichen Schalter, Knöpfe eingebaut oder gar Löcher gebohrt werden. Es soll technisch zeitgemäß sein und Leistungsdaten wie ein modernes Funkgeräte haben. So fallen auch schon die ersten Dinge auf, bei denen Handlungsbedarf besteht, wie die FM Modulation, welche im Originalzustand sehr schmalbandig ist. Der Frequenzgang des aktiven Filters lässt die Stimme hohl und pappig klingen. Die Sendeleistung ist mit 500mW recht gering und muss erhöht werden. Der Kanalwähler ist als Drehtaster ausgelegt und das mag nicht jedermanns Sache sein, aber grundsätzlich gehe ich auf den Umbau mit original Kanalwähler ein, welcher (nur ein ganz klein wenig) in seiner funktionalität erweitert wird.

 

Vorbereiten des Gerätes

Vor dem Öffnen des Gerätes unbedingt den Netzstecker ziehen.
Zum Öffnen des Gerätes den Gehäusedeckel und das Bodenblech entfernen. Das Bodenblech hält auch den Lautsprecher, was sich immer als etwas umständlich gestaltet, weil der Lautsprecher gelötet ist. Es empfiehlt sich, die Zuleitungen etwas zu verlängern. Z.B. mit Krokodilklemmen-Leitungen um den Lautsprecher im angeschlossenen Zustand weiter betreiben zu können.

Belegung der Mikrophonbuchse (Kerbe oben)
[Pin1] Links oben = NF
[Pin2] Links unten = Masse
[Pin3] Rechts unten = PTT
[Pin4] Rechts oben = Nicht verbunden und knann folglich für eigene Zwecke verwendet werden. Z.B. zur Spannungsversorgung eines Verstärkermikes.

 

Die „Sardinendose“ und das neue PLL Modul von Gerhard Maurer

Die Original PLL gibt 63 Kanäle her. Die Kanäle 41 bis 80 blieben unerreichbar und für 80 verschiedene Kanäle brauchen wir mindestens 7 Bit. Tip: Man kann ohne Sendemodul die Sendetaste drücken und an [Pin23] das Signal messen. Es sollte um die 2Vss betragen, und das möglichst über die gesamte Bandbreite der 80 Kanäle. Mein PLL Modul weicht etwas von der Zeichnung ab, aber die beiden Ausgangsfilter über dem Pin sind dafür Zuständig. Sie bilden den 27MHz Bandpass. Den alten PLL IC aus der Dose auslöten, das G.Maurer-Modul stattdessen einsetzen und den Widerstand [R12] entfernen. So sollte das Gerät sofort funktionieren. Die Original TTL Ansteuerung erzeugt jetzt zwar 12 völlig durcheinander geratene Kanäle aber das ist als erster Test schonmal völlig ausreichend. Das PLL Modul benötigt ein anderes Binärmuster, was hier einsehbar ist. Dieses Modul ersetzt schlicht den alten PLL IC. Der freie [Pin 14] muss mit an die neue binäre Steuerung angeklemmt werden.

Schema der „Sardinendose“ und Einbau des Moduls

 

Die neue Digitalsteuerung mit Display

Die Schnittstelle zwischen dem Kanalwähler und dem PLL Modul ist die Steuerelektronik. Die darin betriebene Software V1.1 beherrscht auch Dual-Watch und Scanning. Sie stellt das für das Gerhard-Maurer-Modul benötigte Binärmuster für 80 Kanäle bereit. Die Platine habe ich so entwofen, dass sie einfach umgebaut werden kann. Alte raus, neue hinein, fertig.

Der Controller