MIG-3 von Authentic Scale


Canopy

MIG-3_0121_WEBBei der vollständig aus GFK hergestellten Haube müssen erstmal die Fenster ausgeschnitten werden. Dazu die Haube am unteren Rahmen zuschneiden und mit Klebeband temporär auf den Rumpf kleben. MIG-3_0127_WEBDann die  eingeprägten Linien mit einem Fineliner nachzeichnen. Dann die Fenster mit einem Trennscheibchen ausschneiden. Hier hat es sich gelöst und steckt fest im Material. Es erinnert mich sofort zwanglos an ‚Ravenholm‘. Die Half Life 2 kenner werden es verstehen.  😉

Glaserei

MIG-3_0130_WEBWar noch nie mein Ding diese Arbeiten. Aber so ungern ich sie auch mache, so möchte ich es dennoch dokumentieren. Ich habe versprochen eine Anleitung mit Baubericht zu MIG-3_0132_WEBverfassen. Denn die MIG-3 von Authentic-Scale verdient es. Zuerst wird das ‚Glas‘ grob zugeschnitten und in die Bereiche der Haube gelegt wo es hingehört. Testfixieren, z.B. mit kleinen Klammerchen und mit etwa 1mm Übermaß anzeichnen damit wir einen Kleberand haben. Den finalen Zuschnitt verwende ich sehr gerne sogenannte Lexanscheren mit unterschiedlichen Biegeradien. Zum Schluß, wenn man die drei Glasteile hat, werden sie eingeklebt. Ich habe Weicon 90 Minuten Empoxy verwendet. Das Zeug gibt es in Zwillingskartuschen mit Mischdüsen. MIG-3_0131_WEBDamit kann man gut zielen und hat Zeit zum Korrigieren. Außerdem härtet das Weicon 90 Minuten Zeug glasklar aus. Ich habe es mit dem hochgelobten „Canopy-Glue“ versucht. Das geht gar nicht! Gegen GFK hält das nicht. Kann man voll vergessen.

Haube Aufsetzen

Ist die Haube fertig wird sie bestimmt nicht mehr passen. Das GFK spreizt sich und muss angeformt werden. Die Glaseinsätze mit dem Kleber haben ein anderes Dehnungsverhalten als das GFK.  Also habe ich die Haube auf den Rumpf gesesetzt und mit einer Heatgun an den entsprechenden Stellen ganz vorsichtig erwärmt und angeformt. Hinterher sitzt sie perfekt. Ein paar Schräubchen und sie ist Testmontiert. Zur endgültigen Befestigung kommen Hölzchen innen in den am Rumpf angeformten Rahmen für die Haube in den  man dann Einschlagmuttern einsetzen kann. Für mich ist es sehr wichtig, denn durch das Cockpit werde ich die Akkus einsetzen.


Spanten

Die folgenden Absäze beschreiben den Einbau von drei Spanten. Dem Heckspant, an dem das Spornfahrwerk angebracht wird, dem vorderen Haupt-Rumpfspant, der Stabilität vor der Tragfläche sicherstellt und in Verbindung mit einem Motorspant die Zugkräfte des Motors mit in den Rumpf einleitet. Und dem Motorspant selbst, der den Motor trägt.
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 Der Heckspant

MIG-3_0206_WEBDer Heckspant wird henau hinter das hintere Steckrohr gesetzt und auch mit diesem verleimt. Ansonsten einmal rund herum an allen Auflageflächen mit angedicktem Epoxy mit dem Rumpf verbinden. Die Fahrwerkstür noch nicht ausfräsen, dazu kommen wir später.

Der Haupt Rumpfspant

MIG-3_0208_WEBDiesen einzusetzen ist etwas „tricky“. Freiwillig möchte er nicht so gerne ist seine Position. Diese befindet sich hinter dem Falz der Motoröffnung bis auf Berührung mit der Rundung, in der die Vorderkante des Tragflächenmittelstücks ruht. Ich habe ihn von hinten, unten durch geführt und dann aufgestellt und so in seine Position gebracht. Genauer beschreiben kann man das irgendwie nicht. Dann rund herum einharzen. Ich habe ihn später zusätzlich mit Glasgewebe versehen. Falls man einen langen Benziner verwendet ist dies schon der Hauptspant der die Zugkräfte überträgt. Bitte in diesem Fall besonders gewissenhaft arbeiten.

Der Motorspant

MIG-3_0213_WEBHier werden etwa 7000W ziehen. Das sind ca. 9,5 PS. Deswegen sollte man hier große Sorgfalt an den Tag legen. Da mein E-Motor sehr kurz ist muss der Spant sehr weit nach vorne. Dieser Spant ist nicht im Lieferumfang, aber Autentic-Scale fertig diesen Spant für Dich an, sofern Du mitteilst wie weit er von der Vorderkante des Rumpfes entfernt liegt. Es empfiehlt sich den Spant genau so zuzuschleifen dass er satt passt und rundherum gut anliegt damit ein sauberer Kraftschluss gegeben ist. Auch hier darf man mit Glasgewebe den Kraftschluss verbessern. Damit der Spant richtig stimmt in Lage und Winkel, den Motor vorerst testinstallieren. Ggf. Aufkleben oder festspannen. Dann auf die Rumpfnase zwischen Spinnergrundplatte und Nase 0,5 – 1,0mm Klebeband aufbringen. Dann die Spinnergrundplatteaufsetzen und befestigen. Eine zweite Person (Ehefrau, Kind, Milchmann…) ist nun sehr hilfreich, die den Motor an den Rumpf drückt und hält, während man selbst nun die Position des Spants auf den Rumpf anzeichnet. Man kann auch den Rumpf aufstellen und den Motor einfach an der Spinnergrundplatte hängen lassen. Wer nicht gerade 1,80m groß ist braucht dann eine kleine Leiter. Bei mir ging es ohne.

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