Plasma Bargraph Display


Inbetriebnahme des interessanten Vishay Playmaband Displays

So sieht das Ding aus. Es ist an sich eine mit Neongas gefüllte Röhre. Es ist ein Display der Art BarGraph. Heute sieht man sowas eher als LED oder VFD Lösung, aber professionelle Mischpulte sind, oder waren (das weiß ich nicht so genau) mit diesen Anzeigen ausgestattet. Klickt einfach mal das Bild an zum vergrößern. Die Auflösung mit der diese Röhre arbeitet ist erstaunlich hoch. Auf diese Größe ist das mit LED´s nicht zu bringen. Nunja, vielleicht heute schon. Diese Plasma Anzeige funktioniert nach dem Prinzip einer Glimmlampe, wem das was sagt. Angeregt durch diesen Bericht auf Jogis Röhrenbude Seite wollte ich auch einmal mit diesen faszinierenden Anzeigeinstrumenten experimentieren. Vorweg sei gleich gesagt, das es nicht meine Idee sondern lediglich ein Nachbau dessen ist, was die netten Jungs dort erarbeitet haben. Was dafür alles benötigt wird, woher man das bekommt und woher die Software kommt findet man alles in diesem Beitrag. Ich möchte aber dennoch die eigenen Erfolge veröffentlichen um nicht zuletzt jene anzuregen, die sich bisher nicht an Hochspannungserzeugung und Plasma-Röhren herangetraut haben. Mit diesem Projekt habe ich mich in ganzer Linie auf neues Gebiet begeben. Nie zuvor habe ich eine Röhre zum Basteln benutzt, niemals zuvor einen PIC programmiert, niemals zuvor einen DC-DC Wandler für 245V aufgebaut.

 

Steuerschaltung

Das ist die Ansteuerung für die Anzeige. Hier auf dieser Platine befindet sich die 245VDC Erzeugung für die Anode sowie die Kathoden-Ansteuerung mit einem PIC dessen Ausgänge mit spannungsfesten Transistoren realisiert wird. Zu der 245V Erzeugung sei gesagt, das der von mir verwendete Feldeffekt-Transistor vom Typ 2SK2605 ist. Dieser ist leicht zu bekommen und hat hervorragende Werte für diese Zwecke. Der Siebkondensator ist aus der Zeilenendstufe eines Fernsehers, denn die Erfahrung hat mich gelehrt, sowie auch Kahlo, das ein 450V Elko mit 1µF sehr warm wurde. Also unbedingt impulsfeste Kondensatoren verwenden. Die Schaltung treibt die Drossel mit immerhin 50KHz und hat eine Stromaufnahme von 250mA.

 

 

DC Versorgung

Die kleine Schaltung im Vordergrund dient zur Bereitstellung variabler Gleichspannungen um die Analog-Eingänge des PIC und die Auswirkungen auf der Anzeige zu Testen. Die Schaltung erzeugt so gut wie keine Störemmission, was mich sehr wunderte. Bei 50KHz Impulsen, so dachte ich, sollten einige Oberwellen entstehen, aber ein sensibler Kurzwellenempfänger sowie ein Längstwellenkonverter blieben fein ruhig.

Bei Jan Wüsten kann man sowas schönes noch bekommen… Also: Ask Jan First …
Was macht man nun damit? Keine Ahnung, aber erstmal funktioniert es, es hat Spaß gemacht und es regt den Geist an. Vielleicht erwacht aus diesem Projekt eine andere Projektidee… ich lasse mich überraschen. Vielen Dank an Kahlo, der dieses Projekt ins Rollen gebracht hat.