Roland MIDI Corner


ROLAND MIDI Soundsysteme
MT-32, seine Alternative und ISA Soundkarten

Schöne Midi Musik für die alten Spiele


Externe und Interne Midi Geräte für Retro Spiele und…

  1. warum einige alte Spiele mit Midi Musik auf General Midi seltsam klingen,  jedoch mit dem MT-32 richtig.
  2. wie man den MT-32 anschließt. Hierzu dieses super Video von Phils Computer Lab.
  3. wie der Roland RA-50 den MT-32 perfekt ersetzen kann.
  4. wie man ein Midi Kabel zum Testen baut.
  5. was es noch an Roland Midi Karten gibt.
  6. warum Soundkarten mit MT-32 Mode oder geladenen Soundbanken nur bedingt funktionieren.

Der original Roland MT-32 ist selten und begehrt. Auf der Suche nach einem gepflegten Gerät trifft man auf überhöhte Angebote ab 250.-€. Mit Geduld kann man auch eines zum angemessen Preis bekommen. Zwischen 50.-€ (günstig) und 150.-€ (max. fair) ist angemessen.
(Ganz herzlichen Dank, liebe Erika. für dieses schöne Gerät)

Der MT-32

Es ist ein externer MIDI Synthesizer, welcher die Midi Steuer-Signale des Spiels über den Gameport der Soundkarte empfängt und als Musik wiedergibt. Ich zeige wie man ihn anschließt und in Betrieb nimmt. Es gibt aus früher DOS Zeit Spiele, die neben AdLib und FM auch Midi Musik wiedergeben. Sie können den MT-32 direkt ansprechen und nicht wenige davon sind sogar speziell für den MT-32 komponiert worden. Damit Midi Musik eines Spiels über den MT-32 wiedergegeben wird sollte man ihn verstehen und so bedarf es einiger kleiner Erklärungen.

Wir benötigen nur den (Eingang) MIDI IN, wo die Musikdaten aus dem Midi/Gameport der Soundkarte eingespeist werden, und die (Ausgänge) OUTPUT (R) und (L). An diesen Ausgängen wird die Musik ausgegeben, welche wir wieder bei unserer Soundkarte am LINE IN einspeisen. Die Soundkarte muss so konfiguriert sein, das ihr Line In aktiviert ist. Der Lautstärkeknopf an der Front verstellt den Ausgangspegel und zeigt es im Display von 0% bis 100% an. Sollte man ein neues Netzteil verwenden, bitte unbedingt darauf achten, das der Hohlstecker plus aussen führt!

Wenn wir ihn einschalten wird für eine Sekunde diese Anzeige ** Roland MT-32 ** gepostet. In dieser Zeit initialisiert der MT-32. Die unterschiedliche Art der Spiele mit dem MT-32 umzugehen erklärt sich anhand des Vergleiches zweier bekannter Spieletitel:

Wing Commander und Secret Of Monkey Island

 

    • Monkey Island wird einfach nur mit dem Schalter R gestartet [monkey r] und spricht so den Roland MT-32 sofort an. Die Message LED blinkt was anzeigt, das der MT-32 gültge Midi Informationen empfängt.
      .
    • Wing Commander wird in der Installationsroutine auf Roland eingestellt und gespeichert. Vor dem Start muss jedoch der Intelligent Midi Treiber SOFTMPU geladen werden, der eine MPU401 Schnittstelle emuliert. Der MT-32 quittiert mit der Anzeige: SoftMPU v1.9. Installierte Intelligent Midi Hardware macht den SoftMPU Treiber unnötig. Wing Commander mit [wing] starteten, dann blinkt die Message LED und „Origin Sound System!“ wird im Display des MT-32 angezeigt. Startet die Wiedergabe, werden die Instrumente angezeigt.

Monkey Island steuert den MT-32 mit den seiner internen Soundtabelle entsprechenden Sounddaten an. Wing Commander lädt das „Origin Sound System“ und überträgt eine eigene, veränderte Soundtabelle in das MT-32. Für diese „Umprogrammierung“ des MT-32 ist Intelligent MIDI notwendig.

Eine Intelligent MPU401 Schnittstelle ist etabliert wenn:
a) eine Soundkarte sie bereitstellt wie Orpheus Soundkarte oder Roland LAPC-I.
b) eine PC Midi Card installiert ist.
c) eine Roland MPU401AT o.ä. Karte installiert ist.
d) eine Software wie z.B. SoftMPU diese Hardeware emuliert.

SoftMPU

[SOFTMPU.EXE /SB:220 /MPU:330 /IRQ:5] ist der Startbefehl. Der Treiber ist speicherresident. Wenn man ihn wieder entladen mochte geht das nur über entsprechende Tools wie… „Mark“ und „Release“.

Download Download SoftMPU v1.9

 

Der RA-50

Dieses Gerät ist etwas sperriger, umfangreicher und vielleicht etwas komplizierter in der Bedienung. Kann aber das gleiche. Einige wichtige Tastenbefehle möchte ich gerne zeigen:

RESET auf Werkseinstellungen:
Erst die Taste [WRITE] drücken, gedrückt halten und währenddessen [einschalten]. Das Gerät wird auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Des Weiteren befindet sich im Roland RA50 eine Puffer-Batterie. Wenn diese einmal leer ist wird es angezeigt. Um diese Batterie auszutauschen muss das Gerät geöffnet werden. Die Batterie befindet sich auf der Hauptplatine in einer Fassung und kann lötfrei gewechselt werden. Seine Tasten sind seine Schwäche. Im Laufe der Jahre fallen sie aus. Sie reagieren entweder nur teilweise oder gar nicht mehr. Abhilfe schaft hier nur Ersatz. 6x6x5mm (LxBxH) 2 Pin Kurzhub-Taster passen. Manchmal unter der Kurzbezeichnung M8N6 zu finden. Das Gerät muss dazu komplett zerlegt werden und alle Leitungen und Kabel von der Platine gelöst werden. Bitte ganz genau aufschreiben welches Kabel wohin gehört.

Den Roland RA-50 in die MT-32 Betriebsart schalten

[MIDI -> Music Style 7 -> PLUS bis MT-32 erscheint -> MUSIK STYLE drücken] Fertig.

1.Taste MIDI drücken

2. Taste 7 Drücken

3. Mit [ +/- ]Tasten auf MT-32 umschalten – „same as MT-32″ wird angezeigt

4. Taste Music Style drücken

Fertig, der RA-50 ist jetzt quasi ein MT-32 und wird entprechend behandelt. Er klingt exakt gleich.

 

Top Of The Art – die alt ehrwürdige Roland LAPC-I:

Die wohl begehrteste Midi Soundkarte der Welt.

Es ist ein internes MT-32 und basiert auf dessen Chipsatz. Das Bild zeigt meine komplett überarbeitete LAPC-I.
Das Besondere und Einzigartige an dieser Soundkarte ist definitiv die Tatsache, dass sie mit anderen Soundbänken und Soundsystemen geladen werden kann, was andere sich LAPC kompatibel nennende Karten nicht können. Das ist ihr Alleinstellungsmerkmal. Das ist es was sie unter Vintage und Retro Freunden so begehrt macht.

!

Wer eine hat oder erhält, bitte unbedingt und ausnahmslos alle Elkos erneuern. Ihr glaubt kaum was das ausmacht. Meine hier klingt nun wieder richtig breitbandig, ausgewogen, satt und voll. C75, C77, C78, C80 sind audiophile Bipolar-Typen. Bitte auf beste Qualität achten.

 

Die LAPC basierte auf dem MT-32-Chipsatz, einem externen Synthesizer von Roland. „LA“ steht in diesem Fall für „Linear Arithmetic“, und ist eine spezielle Source Er kombiniert die Sample-Synthese mit der klassischen subtraktiven Synthese, wobei er speziell Samples unterstützt, die in der Attack-Phase verwendet werden sollen, um sie natürlicher klingen zu lassen, und die dann später in die klassische Synthese übergehen. Dies steht im Gegensatz zu Samplekarten und Sample Playback, bei denen einzelne Samples mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten oder Sample-Layern verwendet werden, um einen Klang zu erzeugen. LA kann als Verfeinerung dieses Prinzips angesehen werden, insbesondere Attack (das ein Sample sein kann), Sustain, Decay und Release werden einzeln berechnet und überlagert. Dies hat den Vorteil, dass unterschiedliche Wiedergabegeschwindigkeiten (als Folge einer höheren oder tieferen Tonhöhe des Originalinstruments) keine größere Rolle spielten und das Ergebnis oft weniger künstlich klang. Dies bringt auch einen Nachteil mit sich: Eine Überlagerung war möglich und konnte bei nur einem Instrument bis zu 4 Kanäle belegen. Die LAPC-I war daher theoretisch nur in der Lage, 8 Instrumente gleichzeitig zu spielen, wenn alle verwendeten Instrumente alle möglichen Schichten nutzten. Mit einer originalen LAPC-I (oft auch als LAPC-1 bezeichnet, was falsch und wohl passiert ist, weil Roland eine serifenlose Schriftart verwendet hat) kann man fast nichts falsch machen. Worauf man allerdings gefasst sein muss, ist, dass man aufgrund ihrer Seltenheit bereit sein muss viel Geld auszugeben. Aber wenn man sie hat, wird man mit dem besten Klang belohnt, den man je von den alten Spielen gehört hat. Die Karte ist teilweise mit der Breakout-Box „MCB-1“ erhältlich, die den proprietären Anschluss auf der Rückseite der Karte um volle MIDI-In/Out-DIN-Anschlüsse erweitert. Normalerweise unnötig, vielleicht mit einer Ausnahme: Wiedergabe von MIDI-Musik aus der DOS-Box.Crossfire Designs

Die Orpheus 1 Sound Karte

Sie ist hat natürlich nichts mit Roland direkt zu tun, aber: Diese geniale Karte stellt per PC Midi (Intelligent Midi) eine MPU Schnittstelle bereit, die wir nun einmal brauchen um einen MT-32 anzusteuern. Man braucht keine entsprechende Schnittstellenkarte kaufen, oder den SoftMPU Treiber laden.

 

 

  1. Hier handelt es sich um ein privates Projekt. Gemacht für Freunde von Vintage Hardware. Sie ist modern, neu und stellt alles in top Qualität zur Verfügung was der Retro/Vintage Dos Spieler braucht.
  2. Einen hochkompatibelen Chrystal Soundchip.
  3. Einen original Yamaha OPL-3 Soundchip
  4. FM Sound vom Chrystal Chip als anternative zum Umschalten
  5. Einen Wavetable Header
  6. Als Option eine Intelligent Midi MPU401 Schnittstelle per PC Midi Hardware auf der Karte.

Sie stellt alles was man braucht bereit und ersetzt dadurch alle alten Soundkarten. Sie ersetzt natürlich nicht den Charme des „Alten“, aber zu einem fairen Kurs, für eine Kleinserie, können wie ein einfach zu betreibendes System aufsetzen, ohne geistige Klimmzüge und Verrenkungen zu machen, wie es wir alten Hasen noch von früher kennen.

Hier kann man Verbindung mit dem Hersteller aufnehmen.

Hier kann man über das Projekt lesen.

 

Der MT-32 Modus oder MT-32 Soundbank

Der sogenannte MT-32 Modus irritiert und lässt einen leicht glauben, dass durch das Laden einer entsprechenden Soundbank der MT-32 zu ersetzen sei. Aber dem ist nicht so!

  • Richtig ist: Verschiedene Soundsysteme kann man mit einer MT-32 kompatiblen Soundtabelle laden.
  • Falsch ist: Alle MT-32 unterstützenden Spiele funktionieren damit.

Warum ist das so? Nun, das liegt daran, das diese Soundsysteme vom Spiel mit einer eigenen Tabelle nicht geladen werden können. Das funktioniert ausschließlich nur mit einem MT-32 oder RA-50 per Intelligent Midi Anbindung, oder einer LAPC-I. Nehmen wir zum Beispiel die Turtle Beach Maui. Diese Karte kann eine MT-32 Soundbank in ihr RAM aufnehmen. Sie spielt nun auch diese MT-32 kompatibe Soundbank ab. Aber sie wird nicht per Intelligent Midi vom bereits erwähnten Origin Sound System „umprogrammiert“, weil die Maui auf diese Ansprache nicht reagiert.

Spielemusik wie die in Monkey Island hingegen, die die festgelegte Soundbank im MT-32 nutzen, werden auch von einer geladenen MT-32 Soundbank korrekt wiedergegeben.

 

Das Dreamblaster X2 Wavetable Modul

Selbiges trifft auch für das per USB programmierebare Dreamblaster X2 Modul zu.

Den X2 in MT-32 Mode bringen:

  1. Soundbank GMBK5X128-203 laden
  2. MT32.bat ausführen
  3. Spiel starten.

 

Einfaches MIDI Kabel zum Testen