ISA Soundbuddys


Midi Karten als Soundbuddy

Reine Midi Soundkarten die man mit einer Standard Soundkarte ohne Wavetable Header zusätzlich betreiben kann um im Spielen auch den General Midi Sound haben zu können. Da sie wie eine Partnerkarte (Kumpel) arbeiten – „Soundbuddy“.

Wie und von wem dieser Begriff geprägt wurde weiß ich nicht aber er erklärt den Verwendungszweck. Es sind Wavetable Karten die General MIDI kompatibel sind. Dieser Beitrag stellt meine Midi Karten vor, die auch nichts weiter machen als über eine MPU401 Schnittstelle Midiklänge bereitzustellen. Der Soundbuddy ist also eine reine Midi Soundkarte, die, sofern man das möchte, zu einer schon vorhandenen Soundkarte betrieben wird. Wer es richtig Retro mag hat eine ISA Soundkarte und einen ISA Soundbuddy, der sein Signal in den Line Input der Soundkarte speist und man so über den Mixer alle Klänge verfügbar macht. Ein Computerspiel, das General Midi und z.B. Digitale Sprachausgabe beherrscht, wie z.B. Strike Commander, das wird über die Soundkarte die Geräusche und Sprache ausgeben und über die Midi Karte die Musik. So der Plan. Im Gegensatz zu Wavetable Daughterboards ist die Auswahl deutlich kleiner aber wir haben die Möglichkeit Midi (General Midi) Musik zu hören ohne eine Soundkarte mit Wavetable Header (Waveblaster Anschluß) zu benötgen.

Den Anfang machte 1989 meines Wissens die alt ehrwürdige Roland LAPC-i (fälschlicherweise auch LAPC-1), welche im Prinzip ein internes MT-32 ist. Eine interne Midi Soundkarte, wenngleich noch kein General Midi. Das ging dann mit der SCC-1 und RAP-10 los…(die RAP-10 ist aber eine vollwertige stand allone Midi-Soundkarte) Roland machte also irgendwie den Anfang.

Roland SCC-1 – General Midi Karte

Sie ist ein vollwertiges Sound Canvas Modul mit MPU401 Interface. Mit dieser Karte hat man für Spiele General Midi Sound von allerfeinsten. Nicht wenige Titel sind speziell auf dieses System hin komponiert. Z.B. Origin und Lucas Arts Spiele. Wenn man den Horizont der sachlich- objektiven Beurteilbarkeit erreicht hat befindet sich jenseits der Raum des Subjektiven. Innerhalb dieses Universums möchte ich sagen, das mir die SCC-1 bei rockigen Tracks eine Spur zu brav klingt. Aber selbst eine derart vorsichtig gemeinte – sowie formulierte Kritik ist eigentlich schon unangemessen. Denn es ist ein höchstwertiges Stück Musiktechnik an das lange nichts herankommt, es sei denn es stammt aus dem Hause Yamaha, Kurzweil oder Korg.

Treiber und Dokumentationen

Download Download Manual – Roland SCC-1

Download Download Download – Treiber

Details und Config Infos zur Roland SCC-1

  • CN1= Mini DIN
  • CN2= Mini DIN
  • J1= Kopfhörer
  • J2= Line Out (L)
  • J3= Line Out (R)

 

Roland LAPC-I

Dieser Oldie von 1988 ist etwas ganz Besonderes.

Die LAPC basierte auf dem MT-32-Chipsatz, einem externen Synthesizer von Roland. „LA“ steht in diesem Fall für „Linear Arithmetic“, und ist eine spezielle source Er kombiniert die Sample-Synthese mit der klassischen subtraktiven Synthese, wobei er speziell Samples unterstützt, die in der Attack-Phase verwendet werden sollen, um sie natürlicher klingen zu lassen, und die dann später in die klassische Synthese übergehen. Dies steht im Gegensatz zu Samplekarten und Sample Playback, bei denen einzelne Samples mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten oder Sample-Layern verwendet werden, um einen Klang zu erzeugen.
LA kann als Verfeinerung dieses Prinzips angesehen werden, insbesondere Attack (das ein Sample sein kann), Sustain, Decay und Release werden einzeln berechnet und überlagert. Dies hat den Vorteil, dass unterschiedliche Wiedergabegeschwindigkeiten (als Folge einer höheren oder tieferen Tonhöhe des Originalinstruments) keine größere Rolle spielten und das Ergebnis oft weniger künstlich klang. Dies bringt auch einen Nachteil mit sich: Eine Überlagerung war möglich und konnte bei nur einem Instrument bis zu 4 Kanäle belegen. Die LAPC-I war daher theoretisch nur in der Lage, 8 Instrumente gleichzeitig zu spielen, wenn alle verwendeten Instrumente alle möglichen Schichten nutzten.

Mit einer originalen LAPC-I (oft auch als LAPC-1 bezeichnet, was falsch und wohl passiert ist, weil Roland eine serifenlose Schriftart verwendet hat) kann man fast nichts falsch machen. Worauf man allerdings gefasst sein muss, ist, dass man aufgrund ihrer Seltenheit bereit sein muss viel Geld auszugeben. Aber wenn man sie hat, wird mia mit dem besten Klang belohnt, den man je von den alten Spielen gehört hat. Die Karte ist teilweise mit der Breakout-Box „MCB-1“ erhältlich, die den proprietären Anschluss auf der Rückseite der Karte um volle MIDI-In/Out-DIN-Anschlüsse erweitert. Normalerweise unnötig, vielleicht mit einer Ausnahme: Wiedergabe von MIDI-Musik aus der DOS-Box.

In Arbeit…

 

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