ISA Soundkarten


Turtle Beach

 

Edelschmiede Turtle Beach, Schildkrötenstrand und seine Orte.

Tahiti, Tropez, Malibu, Cancun, Maui, Rio… wohlklingende Namen dieser wundervollen Orte – schon etwas ausgefallen wie ich finde. Unter den ISA Karten belegen sie für mich einen ganz besonderen Platz. Sie sind außergewöhnlich, eben anders und einfach gut.

Malibu Surround 64 (TB400-0550-01 / JMN-TBS-0550)
So klein und unscheinbar. Aber sie hat mächtig was drauf obwohl wenig drauf ist, denn sie ist eine hochintegrierte, moderne Karte unter den Turtle Beach ISA Karten. Außerdem ist es die einzige Soundkarte wo ich mich des Eindruckes nicht erwehren kann, das hier das optische Arrangement der Bauteile viel mehr im Vordergrund stand als bei anderen Komponenten üblich. Entgegen zur zweckmäßigen Anordnung von Leiterbahnen wurden hier Klimmzüge im Layout gemacht, nur damit die Bestückung ordentlich ausschaut. Das spricht difinitiv für eine gewisse Liebe zum Detail des Entwicklerteams. Aus welchen Gründen die Malibus ohne Effekt-Hardware ausgeliefert wurde weiß ich nicht, aber geplant war es wohl. Denn die unbestückten Positionen lassen vermuten, das hier der Effektprozessor samt dessen Speicher vorgesehen war.

Klanglich überzeugt mich die Malibu mit rauscharmen Verstärkern und einer hervorragenden DOS Kompatibilität. Hier bitte auf die Treiberversionen achten. Der 4MB Soundfont ist spitze aber anders als der damalige Mainstream es vorgab, der ja ganz klar von den hohen Ansprüchen durch Roland und Yamaha angeführt wurde. Damals wussten wir nicht das ein wirklich hochwertiger Midiklang nicht billig sein kann. Wenn ein Midisound billig war, dann klang er auch billig. Man hörte es. Die hochwertige Kurzweil® Soundbank ist instrumental ganz anders gewichtet. Persönlich bewerte ich die Karte und Ihren Midi Sound in der gleichen Liga wie Roland, Yamaha und Korg. Orchesterklänge sind unglaublich authentisch. Rockige Tracks ein kleines Bißchen zu artig aber dennoch dynamisch und fetzig. Die E-Gitarren klingen eine Spur zu verhalten, als wären sie im Nachbarzimmer. Drums und Percussion sind sehr präsent und trocken knackig. Kurzweil® Sound ist sehr edel – Jazz und Bigband Stücke klingen wie echt. Eine geile Karte.

Noch ein Wort zu OPL3:
Den Chip sucht man hier vergeblich. Bei Wing Commander 1 klingt es aber wie original OPL3. Eine gute Referenz ist die Musik in der Bar sowie in dem Schlafraum das Geräusch des Wassertropfens, der in den Eimer fällt. Wenn es Unterschiede zum Original Yamaha OPL3 geben sollte sind sie sehr gering. Die Karte ist mit dem entsprechenden Treibern ein Hammer für DOS Freunde und eine ganz deutliche und gar bessere Alternative zu Soundblastern mit Wabetable Modul.

Treiber und Dokumente

Download Download Treiber für Turtle Beach Malibu

 

CN1= S/PDIF out
CN2= MIC in
CN3= LINE in
CN4= LINE out

CN5= Midi Port
CN6= CD in (MPC-2)
CN7= CD in (Sony)
CN8= Game Port

 

Tropez Plus (JMN-TBS-2001)

She’s a beauty. Eine Schönheit unter den Soundkarten. Ein richtig „fättes Brett“. Die Turtle Beach Tropez Plus ist eigentlich eine Profi Soundkarte und mit einem entsprechend hochwertigen, rauscharmen Analogteil ausgestattet. Der J-FET Operationsverstärker TL084 und der Philipps Low Noise OP NE5532-D sind eine gute Wahl für die NF Kreise. Was ich völlig grandios finde, auf der Karte tickt mit 16MHz ein 68000er Motorola Controller (FN16), den wir aus dem Amiga 500 kennen. Auf anderen Tropez Plus ist ggf. auch eine 8MHz Version verbaut (FN8). Was auch immer alles mit ihr möglich ist, ich beschränke mich auf den Gebrauch für uns als Liebhaber alter Hardware und Anwendungen. Zunächst sei erwähnt: Original Yamaha OPL3 Chip. Alte DOS Titel in bestem Original Klang. Der Crystal Chip sorgt für Soundblaster Kompatibilität. Der Wavefront Synthesizer für General Midi. Der Yamaha YSS-225 für Effekte.

Chrystal
Die 4 MB Crystal Soundbank klingt sehr gut und sauber. Drums und Percussion ist basslastig, authentisch und druckvoll. Extrem gut und präsent sind Hammond- bzw. Rock Orgel. Bei den E-Gitarren merkt man, das die Samples transponiert werden. Sie klingen leicht quakig und nicht so richtig authentisch. Unterschiedliche Tonarten bringen auch eine andere Klangfarbe mit sich, was die Karte für mich eine Stufe unter den Branchenprimi einordnet. Auch unter der Malibu. Das ist aber Nörgeln auf hohem Niveau denn Orchester-Soundtracks, sowie Bigband und Jazz sind definitiv ihre Stärke. Sie hat keinen Wavetable Header, aber dafür unter Windows die Möglichkeit eigene Soundfonts zu speichern und den Effektprozessor zu programmieren. So ist sie vom Können ein ungefährer Vergleich zur AdLib ASB 64 Wave Pro 4D.

 

Treiber und Dokumente

Download Download Treiber und Dokumentenarchiv für Tropez+

 

 

Tropez

Die Tropez ist eine „OPTi“ Soundkarte. Das macht sie nicht per se schlechter aber sie ist manchmal eine Zicke. OPTi-like eben. Hat man sie im Griff ist das Handling wie bei der Tropez Plus – ebenso wie die Applikationen. Wavefront Synthesizer und Motorola 68000 weisen auf eine ähnliche Architektur hin.

 

Wave ROM mit 2 MB
Das 2 MB Wave Rom klingt fast wie das der Tropez Plus, nur ohne Effekte. Durch die fehlenden Effekte klingt die Tropez manchmal staubtrocken. Wer den hochwertigen Klang der üblichen Verdächtigen kennt wird bei der Tropez eventuell etwas ernüchtert sein. Aber gleichermaßen vielseitig einsetzbar und hochwertige Analog Chips sorgen für rauscharmen Klang und Spaß mit dieser Soundkarte. Unter Windows kann man Softwareseitig mit Effekten „spielen“. Unter DOS nicht. Daher würde ich diese Karte lieber unter WIndows verwenden. Zumindest mache ich das so. In meinem System habe ich sie degradiert, ich betreibe sie mit einem sehr guten Yamaha Onboard Yamaha Soundsystem.

Treiber und Dokumentation

Download Download Koplettes Softwarepaket

Weitere Infos zur Tropez

CN1= MIDI port – internal
CN2= Enh. IDE CD-ROM
CN3= CD-audio
CN4= Microphone

CN5= line-in
CN6= Aux in
CN7= line-out
CN8= Game/Midi

 

Tahiti

Die Turtle Beach Tahiti ist eine ISA Soundkarte hoher Güte. Komfortabele Software wird im Paket mitgeliefert. Die Tahiti habe ich nie unter DOS ausprobiert. Bei mir läuft sie unter Win98SE. Auffällig ist der nicht nach außen geführte Gameport. Lediglich ein reiner MIDI Port ist von außen zugänglich. Sie bietet einen Wavetable Header, auf den in in der Reegel das Turtle Beach RIO gehört. Dieses Pärchen wurde dann als Turtle Beach Monterey vertrieben. (Tahiti + Rio = Monterey) Aber auch andere Daughterboards können aufgesteckt werden.

Wavetable und Joystick Header

J7 für das Daughterboard, JP1 für den Joystick.

Operationsverstärker
Unsere Tahiti ist mit einem hervorragenden Analogteil ausgestattet. Die NE5532D sind low noise OP’s und auch wenn man meinen mag, das es darauf nicht so sehr ankäme, so darf man aber anmerken, das es auf den Zweck der Anwendung und die eigenen Ansprüche ankommt.

 

 

DIP Switch Modul SW 1-4
Dieses kleine Modul dient der Einstellung der Adressen und ob der Joystick Header aktiv oder inaktiv ist. Im Folgenden habe ich Details zu Konfiguration der Karte ausgearbeitet und zusammengetragen.

 

 

 

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