Futaba FX-30 Displaybeleuchtung


Beschreibung des Umbaus

Es folgt nun meine Beschreibung.
Zuvor habe ich hier noch einmal den Original-Text von Airwolff hinterlegt.

Original Text von Aiwolff

Vorgehensweise zum Displayumbau FX-30

Vorwort: wer Hemmungen hat, Neueste, mit Garantie behaftete Sender umzubauen, nehme bitte hier die Ausfahrt => dieser Umbau läßt mit Sicherheit die Garantie erlöschen!und los geht es:

1.) nach Entfernen des HF-Moduls, Öffnen des Senders durch abnehmen der Rückwand
– alles weitere: wenn man von hinten in den offenen Sender schaut …
2.) Die schwarze Halterung für Senderakku und HF-Modul wird durch 5 Schrauben gehalten

2 befinden sich links und rechts vom HF-Modul – oben
2 befinden sich ganz unten jeweils links und rechts
1 befindet sich rechts neben dem Akku – sie ist etwas kürzer als die anderen 4
– beim Abziehen der Halterung beachten, daß der Akku durch die schwarze Halterung hindurch angesteckt ist
3.) nun muß man sich der silbernen Platinenhalterung (Motherboard) widmen

– die erste Zählung ergab 8 Haltepunkte (Schrauben)
2 befinden sich ganz unten – links und rechts
2 ganz oben jeweils links und rechts und auf gleicher Höhe, links und rechts vom Antennenfuß, weitere 2 –
2 ganz außen links und rechts auf Höhe des HF-Moduls
– von vorn die Hebel/Drehgeber/Schieber von Lineargeber, Ein-Aus Schalter, den Drehgebern LD/RD und 3D-Hotkey abziehen

– nun noch hinten die 2 Kabel der Knüppel abziehen (merke: rechter Stecker, gelb unten – linker Stecker, gelb oben) nun läßt sich das gesamte Motherboard samt silbernem Rahmen nach oben klappen
– wer will, kann auch noch die Schalterkabel entfernen und hat dann den Rahmen (Motherboard) komplett in der Hand
– Tipp: einfach mit Tesa die jeweils 3 Kabel der Schalter fixieren – so merkt man sich gleich die Reihenfolge
– es folgt ein freier Blick auf das Display …
4.) das Display ist samt Rahmen nur eingeschoben! – wenn man drauf schaut, die Drehgeber LD/RD oben, einfach beherzt

das Display samt Rahmen nach unten schieben
– Vorsicht! – das Flachbandkabel auf der Unterseite darf nicht beschädigt werden – vorher abziehen
– das Display kann dabei nach unten aus seinem durchsichtigen Rahmen fallen – also auf den Knien oder auf dem Tisch hantieren
– zwischen Rahmen und Display ist als Abstandshalter ein Gummiring eingebracht
5.) Reflexionsfolie auf der Rückseite des Displays vorsichtig abziehen (dünne Alufolie mit Skalpell anheben)

– die Polarisationasfolie ist größer als das eigentliche Display und relativ stark – die bleibt drauf!
– Kleberreste mit Isopropanol entfernen – kein Aceton!!! (Tipp aus dem Forum)
6.) EL-Folie zurechtschneiden – das Display dient als Größenvorlage (nicht der gesamte Glasrahmen …)

– darauf achten, daß die Anschlüsse auf einer Höhe liegen, welche links oder rechts mit den Durchgängen im Gehäuse übereinstimmen
– Folie auf der Rückseite mit doppelseitigem Klebeband versehen und in der Displayauflage (Motherboard) fixieren – Tesa geht auch
– um Kurzschlüsse zu vermeiden, habe ich mit Klebeband die Durchgänge isoliert
7.) Display wieder einschieben und Anschluß wieder herstellen (Flachbandkabel)
8.) Anschlüsse der Folie mit dem Inverter, (dem Zusatzschalter) und/oder dem Ein-Aus-Schalter verbinden: hierfür gibt es 2 Wege! Entweder die Hauptplatine mit dem Schalter direkt abbauen – 2. Wahl! zu viele Schräubchen und Kabel
oder von unten die kleine Platine abschrauben (3 Schräubchen, 3 Kabel) – dann die Isolationsfolie vorsichtig halb abziehen und mit dem Skalpell die 2. Isolationsfolie durchtrennen (und zwar nur an 3 Seiten, dann aufklappen und die Kabel anlöten – zuklappen.
– Minuspol für Inverter direkt am Ein-Ausschalter abgreifen – linker Pin oben – von hier aus auch 2. Kabel direkt zur Folie!

– Pluspol am Ein/Aus-Schalter anzapfen und (zum 2. Schalter weiterleiten und von dort zum Inverter oder …) direkt an den Single-Pin des Inverters bringen (ohne Zusatzschalter – das Display ist dann permanent an))
– von der Folie (Anschluß 2) zurück zum 2. Eingang am Inverter
9.) Einbauort für den Inverter:
– elend lange Kabel kreuz und quer durch den Sender führen ist ein Alptraum – aber … am Display ist einfach kein Platz,
also ab hoch zu den Schaltern … Vorteil: kurzer Weg zum Zusatzschalter Achtung! die Oberkante des Inverters muß unter der Unterkante der Halteklammer für die Rückwand liegen! Zur Probe die Rückwand des Senders einsetzen! Die Mechanik der Rückwand kann an dieser Stelle stören.
– den Schalter SE unter SB gelegt, die Seitenstege für die Schalter im Gehäuse wegschneiden und Schwupp ist genug Platz vorhanden

– nun noch den Inverter mit einem Kleks Silikon sichern
– mit allen Kabeln schön vom HF-Modul wegbleiben und sie links am Knüppel vorbei führen – sehr dünne Litze reicht!
Das schwierigste an dieser Aktion ist die Suche nach den Anschaltpunkten und die Kabelführung. Die Platinen muß man

abschrauben um z.B. an den Ein/Aus-Schalter heranzukommen. Wer eine 3er Micro-Steckverbindung hat (Ballancer 2S z.B.), sollte
sie einsetzen. So läßt sich später das Motherboard leicht vom Gehäuse trennen. Idealer Standort für den Stecker, direkt am Inverter.
10.) – Ein/Aus-Schalter: schaut man von unten auf den Schalter (HF oben) ist geschaltetes Plus der linke Pin in der unteren Reihe

– Minus ist der Pin darüber
Wer der gepulsten Spannung für die Folie mißtraut (60-100V, 600-700Hz), kann ja einen dünnen Kupfer-Flechtschlauch
über die Anschlußleitung ziehen und den Flechtschlauch dann mit Masse verbinden
11.) Funktionskontrolle
12.) Zusammenbau rückwärts:
– Motherboard einsetzen – Kabel für die Schalter, Knüppel und Antenne anstecken – 8 Schrauben festziehen

– Batteriehalterung schwarz einsetzen, mit 5 Schrauben fixieren (die Kurze rechts neben den Akku!)
– SI- und SJ-Kabel in die Führungen einsetzen
fertig!
Seht mir den 3-poligen MPX-Stecker grau nach! Nicht schön, aber funktionell. Ich hatte einfach keine Microstecker (Balancer) im Haus. 
Das wird dann später korrigiert.
Das liest sich jetzt vielleicht etwas wirr und kompliziert, ist es aber nicht. Meine Baureihenfolge:
erst die Folie in das Display einsetzen, dann den Inverter (und den Zusatzschalter) einbauen und zum Schluß verkabeln. Habt immer das Schaltschema des Inverters vor Augen, dann geht es leicht von der Hand. Mit guter Vorbereitung benötigt man insgesamt nur ca. 3-4h. Ich habe 2 Abende gebraucht, bin aber auch sehr vorsichtig vorgegangen. Wer Verbesserungsvorschläge zum Umbau oder einen kleineren Inverter gefunden hat, immer her damit! Andere FX-30 Besitzer und Umbauwillige werden es danken.
Gruß, Andreas
Materialliste:

– Leuchtfolie weiss 112x87mm: Conrad, # 184030 7,98€ (sehr gute Leuchtkraft, leichter Blauschimmer, Schrift blau!)
– bzw. LE-Folie blau 112x87mm: Conrad, # 184070 7,98€ (blau kräftiger – gute Leuchtkraft)
– EL-Inverter WE-50 : Conrad, # 184005 4,95€
– 2-Stufen Schalter (Zusatzschalter, nur wenn benötigt)
Werkzeuge:

– kleiner Kreuzschlitzschraubenzieher
– Lötkolben
– Pinzette
– scharfe, stabile Schere (Folie schneiden)
– dünne Litze (0,14mm2 oder dünner) und 2mm Schrumpfschlauch

Die Bearbeitung des Displays

Nach dem per Anleitung ausgebauten Display muss die Reflektorfolie entfernt werden. Hierbei bitte NUR die genannte abziehen, NICHT die Polatisationsfolie. Die muss drauf bleiben. Mit dem Display sehr vorsichtig umgehen. Ebenso auch mit dem „Glasrahmen“. Dieser klare Kunststoff ist sehr kratzempfindlich.

 

Display reinigen

Das Entfernen der Klebstoffreste funktioniert am besten mit Reinigungsbenzin oder Isopropanol.

 

EL Folie vorbereiten

Die EL Folie zuschneiden und die Schnittkanten mit Tesafilm versiegeln. Die Folie nicht knicken oder zu stark biegen. Beim Löten der Kontakte die Wärme mit einer kleinen Zange ableiten. Das ist wichtig, klappt aber alleine meist nicht gut. Zuerst hatte ich es nämlich nicht bedacht und die Folie war danach unbrauchbar. Beim Zuschneiden darauf achten, dass auf der Kontaktseite, wenn man sie gegen das Licht hält, die freistehend scheinende innere Kontaktbahn nicht zu kurz gerät. Möglichst diese Bahn so lang als möglich belassen und die Folie auf der anderen Seite kürzen. (Auch hier eine schmerzliche Erfahrung gemacht)  Die Kontakte mit feinem Schrumpfschlauch mit 150°C per Heatgun gezielt einschrumpfen, nicht wärmer! Ich empfehle Koaxkabel.